Die Aaskrone

Die Schergen des Bösen

Je weiter wir in die Kirche von Renkirch vordrangen, desto verbissener wurde der Wiederstand der Anhänger des Wispernden Pfades und der Kreaturen in ihren Diensten. Im Erdgeschoss fanden wir noch einen Raum gefüllt mit Reliquien, welcher Artors Augen zum Strahlen brachte – er sah die Gegenstände bereits in seinem Museum ausgestellt. Doch vorerst musste er sich damit zufrieden geben nur einige kleine Gegenstände an sich zu nehmen, während die teuren Teppiche zurück blieben mussten. Im Anschluss stellten sich uns mehrere Mumien entgegen, welche uns kurz Abhängig von Mumienstaub machten – Iomedae sei Dank konnte uns Artor jedoch rasch wieder von dieser Sucht befreien. Welch unangenehmer Zustand das doch war.

Über steile Treppen stiegen wir nun in die Katakomben hinab. Bereits auf den Stufen erklang wieder das bereits bekannte Flüstern eines sehr anhänglichen Fluches. Und im ersten Raum der Katakomben wurden wir dann auch von sechs Novizen des Kultes sowie vier untoten Mohrgs empfangen. Verbissen versuchten sie uns aufzuhalten. Doch das gelang ihnen ebenso wenig wie den Schatten, die im angrenzenden Gang stationiert waren – letztere fraßen jedoch viele unserer Ressourcen und zwangen uns zu einer Rast. In einem Alchemielabor wurde uns dann bewusst, wie tief wir bereits in das Allerheiligste des Kultes eingedrungen waren: Ein Leichnam, assistiert von zwei Golems erwartete uns hier. Durch seien Zauber und vor allem seine alchemistischen Fähigkeiten brachte er uns schier zur Verzweiflung. Als seine Unsichtbarkeit jedoch wieder nachließ war er ein gefundenes Fressen für uns. Eine kreisrunde Höhle gefühlt mit Schlammtümpeln erschien auf den ersten Blick recht harmlos, war jedoch das zu Hause eines Schlammdämons, der mittels Telekinese Urnen nach uns war, auf denen gasförmige Untote krochen, die uns attackierten. Ich fiel in einen der Tümpel, ums Überleben ringend kämpfte ich unter dem Schlamm gegen den Dämon und erschlug ihn – bevor ich dann ertrank wurde ich von einem von Artor herbeigerufenen Wasserelementar gerettet. Derselbe Helfer brachte uns auch sicher fliegend aus der Höhle, bevor weitere von uns in dem Schlamm ertrinken konnten. Von den zwei vorhandenen Ausgängen wählten wir wahllos einen aus: Dahinter erstreckte sich ein weiteres ausgedehntes Höhlensystem. Wie groß waren diese Katakomben denn gar? Die ersten „Gegner“ die wir trafen waren etliche Novizen, welche sich hier dem Drogenrausch hingaben. Bis sie uns als Gefahr erkannten war die Hälfte bereits tot und die andere Hälfte verwundet. Vor allem Nuuri mähte wie Pharasma selbst durch ihre Reihen. Artor betrachtete das Gesehen wie üblich aus dem Hintergrund. Plötzlich weiteten sich seine Augen, er blickte einen der Gänge hinab und brabbelte etwas unverständliche. Doch on seinen Augen stand die pure Angst. Ein Blitzstrahl zuckte auf ihn – Reflexartig wusste ich, dass dieser Strahl sein Ende bedeuten würde. Ich dehnte Iomedas Segen auf ihn aus und empfing dafür die volle Wirkung des Strahls. Ich spürte wie das Leben aus mir herausgezogen wurde und ich kurz vor der Schwelle des Todes stand. Nur Iomedaes helfende Hand gab mir etwas rettende Lebensenergie, die mich davon abhielt zu sterben. Anscheinend wollte sie noch nicht, dass ich an ihrer Seite im Reich der Toten saß. Artor schließlich füllte meine Verbrauchte Lebensenergie wieder auf und so konnte ich auch unseren neuen Gegner sehen: Ein riesiger Werwolf, mit leuchtenden Runen überzogen, Zauber werfend. Welch bestialische Kreatur? Wir mussten sie Niederstrecken! Wieder rief ich die Kraft Iomedaes, diesmal um unseren Gegner rasch zu töten. Nuuri nahm dieses Geschenk dankend an und richtete die Kreatur mit drei Pfeilen binnen Sekunden hin.

Wir verschnauften, knebelten einen der überlebenden Novizen und befragten ihn an der Oberfläche über die Pläne des Kultes – wie zu erwarten gab er uns keine Auskünfte. Gefangen ließen wir ihn zurück und kehrten in die Katakomben zurück. Diesmal stießen wir auf einen Raum der anscheinend zur Erschaffung von Leichnamen diente und der von Dutzenden Zombies bewacht wurde. Die Zombies zerfielen unter der positiven Energie Ioemdaes zu Staub und die Leichname wurden von Nuuri und Feo zerfetzt. Die beiden hier gelagerten Seelengefäße vernichteten wir ebenso, während wir eine hübsch verzierte Rätselbox einsteckten. Aktuell hatten wir keine Zeit um sie mit Grips zu öffnen und sie sah wertvoll aus…

Eine kleine Leichenhalle war unser nächster Stopp. Als ich nachgehen wollte um nachzusehen, ob die Kreaturen auch wirklich tot waren – man konnte sich hier unten dessen ja nicht so sicher sein – erhoben sich alle sechs von ihren Steinbänken. Uns allen stockte der Atem. Das konnte nicht sein. Wir hatten diese sechs Kreaturen alle schon einmal getötet, verbrannt, begraben, geköpft und gepfählt! Wie konnten sie wieder hierher kommen? Vorkstag und Grein, die beiden Alchemisten aus Lepidstadt, welche die Haut von Nuuris Vater besessen hatten; Duristan, der reiche Adelige, der uns in Feldgrau als Werwolf wieder begegnet war und den wir dort begraben hatten; die Hexe Hetna Dublesse, niedergestreckt in ihrem Anwesen in Caliphas; der Vampir-Schneider Radvir, den wir in den Händen des Vampirfürsten zurückgelassen hatten; und zuletzt der Werfolf Rakis. Sie allen waren von den Toten zurück gekommen um uns noch einmal heim zu suchen. In einem Anfall von Raserei hackte und schlug ich auf sie ein, auch als wir sie zusammen bereits wieder getötet hatten, hackte ich weiter auf sie ein, trennte ihre Köpfe ab, die Arme, die Beine, weidete sie aus. Nie wieder sollten sie abermals auf Golarion wandeln!

Nach diesem Blutbad folgten wir einem Gang – hier wurden wertvolle Gemälde ausgestellt. Außerdem ein auffälliger Spiegel, in den Feo auch gleich hinein blickte. Natürlich wurde sie auch sofort von dem Spiegel verschluckt, wobei jedoch ihre Ausrüstung und ihre Kleidung zurück blieb. Artor hatte anscheinend keine Ahnung, wie man sie befreien könnte und so zerschlug ich den Spiegel. Dies führte in der Tat dazu, dass Feo nackt wieder auftauchte, aber auch drei Dämonen, die anscheinend sehr froh darüber waren wieder frei zu sein. Sofort entbrannte ein Kampf zwischen ihnen und Nuuri und mir; Artor brachte die nackte Feo mit einer Dimensionstür in Sicherheit. Die Dämonen hatten ein gutes Händchen mich zu entwaffnen und bald hatte ich nur mehr meinen kleinen Silberdolch, während mein Gegenüber meine an mich gebundene Waffe und ein Flammenschwert hielt. Bevor er auf die dumme Idee kommen konnte mit den Waffen auf eine andere Ebene zu verschwinden streckte ich ihn nieder. Auch den anderen erging es nicht besser.

Bevor wir weiter zogen sandten wir ein magisches Auge aus, welches uns einen kleinen Vorteil verschaffen sollte. So entdeckten wir tief im Inneren der Katakomben eine Kapelle, in der anscheinend gerade ein Opfer verbrannt wurde – hoffentlich war es nicht unser Graf Galdana. Wir stürmten rasch vor: Kämpften gegen drei Statuen von Urgathoa warfen sich uns entgegen, eine n Raum voller Novizen ließen wir links liegen, ein Alchemielabor in welchem ein Spuk sein Unwesen trieb durchquerten wir im Laufschritt. In der Vorkammer zur Kapelle stapelten sich Leichen und summten Fliegen. Aus diesem Haufen erhob sich eine Art Urdämon. Auch er stoppte und nur kurz. Kurz hielten wir vor der Tür zur Kapelle inne, holten uns magische Unterstützungen und drangen dann in das – hoffentlich – Allerheiligste vor. Drei Männer in Roben – natürlich Untote – erhoben sich, ebenso wie ein Eisengolem in Form einer Fliege. Artor beschwor eine ganze Batterie an Azartas zur Unterstützung. Die Männer in den Roben waren bald kein Problem mehr, doch der Golem war eine Herausforderung. Magie prallte an seiner Haut ab, unsere Waffen kratzten nur an der Oberfläche, während seine Hiebe unsere Rüstung zerbeulten. Doch dank der Hilfe der Azartas und der Rosthandschuhe von Artor gelang uns auch dieser Sieg. Doch wer auch immer verbrannt worden war, sein Schicksal war besiegelt. Er war in ein brennendes Skelett in einem ebenso brennenden Loch verwandelt worden. Ich schickte Iomedaes Energie in das Loch hinab um auch diese Kreaturen zu besiegten.

Doch keine Spur vom Grafen. Aber es gab ja noch eine weitere Tür, die tiefer in die Erde hinein führte.

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Hunter9000

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